Nürnberger Rechenmeister


Johann Neudörffer und einer seiner Schüler

Die Söhne und teilweise auch die Töchter der Nürnberger Kaufleute lernten das Schreiben und Rechnen bei einem Schreib- oder Rechenmeister. Der erste hiervon, Conradus Vital ist bereits 1384 nachweisbar. Im 16. Jahrhundert nahm ihre Zahl stark zu. Der bekannteste von ihnen wurde Johann Neudörffer, der auch die Grundlagen für die Frakturschrift legte. Um Qualitätsstandards zu sichern, wurden die Schulen visitiert. Im 17. Jahrhundert machte sich vor allem Sebastian Kurz als Vorgeher der Rechenmeister einen Namen. Das Ende des 18. Jahrhunderts bedeutete dann aber auch weitgehend das Ende der Rechenmeister: 1806 übernahm der Staat Bayern die Stadt Nürnberg und führte im Folgenden die allgemeine Schulpflicht ein. Trotzdem konnten sich noch vereinzelt Rechenmeister halten. Als deren letzter gilt Zacharias Schmidt, der 1821 Lehrer für die 2. Klasse an der Knabenschule bei St. Egidien wurde.


Das Wohnhaus von Johann Neudörffer

Hinweis: Die Zuordnung der Rechenmeister zu einem Jahrhundert erfolgte nach ihrem Todesjahr bzw. nach dem letzten Jahr ihrer Nachweisbarkeit.

Rechenmeister des 14. und 15. Jahrhunderts
Rechenmeister des 16. Jahrhunderts
Rechenmeister des 17. Jahrhunderts
Rechenmeister des 18. Jahrhunderts
Rechenmeister des 19. Jahrhunderts
  • Johann Niklas Bauer (ca. 1776-1819)
  • Christoph Gottfried Bezzel (1744-1820)
  • Johann Andreas Ferdinand Cnopf (1759-1811)
  • Adam Wilhelm Matthäus Düstau (1762-1822)
  • Erhard Ebner (1754-1803)
  • Michael Fleischmann (1750-1813)
  • Johann Friedrich Kiefhaber (1735-vor 1809)
  • Johann Wolfgang Mathesius (ca. 1741-1808)
  • Joseph Paul Mayer (ca. 1783-1820)
  • Johann Wolfgang Müller (1765-1828)
  • Johann Christoph Muscat (1721-1809)
  • Wolfgang Adam Friedrich Philippi (1765-1808)
  • Johann Friedrich Reymund (1789-1814)
  • Johann Michael Schanz (ca. 1769-1821)
  • Johann Andreas Schleizer (ca. 1761-1830)
  • Zacharias Schmidt (ca. 1766-1826)

Literatur: